Monday, October 25, 2010

Sheydans 21. Brief

Anmerkung d. Red.: Sheydans 7. bis 20. Brief sind dem Adeptus Major Appelköm bei einem alchimistischen Unfall abhanden gekommen. Sie verwandelten sich in rote Fledermäuse und entkamen. Nun aber geht es weiter mit den Briefen der Sheydan Saimansuni auf ihrer Kampagne gegen die dunklen Mächte.

Adeptus Major Wilfried Appelköm, Bannakademie zu Fasar

Wohlgelehrter Herr!
Meine Glückwünsche zur schlussendlich erfolgten Anerkennung Eurer Arbeit! Zeit wurde es ja, dass Eure Bestrebungen, belebte Artefakte auf weißmagisch-alchimistische Weise zu erstellen, ihre Anerkennung finden.
Wir sind auf der Rückreise von Marraskan, zum wiederholten Male wundere ich mich, dass wir alle lebendig und zwischenzeitlich auch wieder bei halbwegs guter Gesundheit sind. Auch wenn der Zustand meines Auges unverändert ist. Aber gern stelle ich mich Euren Forschungen zur Verfügung, falls Ihr einen Weg finden solltet, mir mein ursprüngliches Aussehen zurück zu geben.
Rautried scheint es jedoch nicht mehr sehr zu stören. Unser Verhältnis ist meist ungetrübt, auch wenn er die Frage der Fragen noch immer nicht gestellt hat und dies wohl auch nicht tun wird. Nun denn, es sei wie es sei. Ich komme immer erst an zweiter Stelle in seinem Leben. Weit abgeschlagen nach Kor.
Es hat den Anschein, als sei Borbarad zum wiederholten Male entkommen. Oder es ist etwas Neues Dunkles in der Welt, oder beides. Die Auswirkungen sind nicht absehbar. Aber ich befürchte, ganz Dere wird es erfahren.
Wir hatten gehofft, es sei uns endlich Erfolg beschieden. Aber so drückt das Gefühl des Versagens unsere Laune beträchtlich, auch wenn die Seefahrt deutlich ruhiger war als bei unserer Ankunft. Stellt Euch vor, ich glaube, ich bin ertrunken und war tot und bin auf Golgarils Schwingen zurückgetragen worden zu meinen Gefährten. Es ist erstaunlich, so gesegnet zu sein von den Zwölfen nach Borbarads Zeichnung.
Nun versuche ich, alles zu Papier zu bringen und zu sortieren, damit ich nicht wieder einen so unordentlichen lückenhaften Bericht abgebe wie beim letzten Mal. Ich werde Euch noch viel zu berichten haben, aber für heute soll es reichen, dass meine Gefährten und ich am Leben sind und auf dem Rückweg. Ein Weilchen soll es aber noch dauern bis zu unserem Wiedersehen.
Ich freue mich sehr auf unseren Gedankenaustausch, Berichten zu Forschung und Entwicklung und hoffentlich wieder einmal auf ein paar Stunden ungestört von den Dunklen Mächten, die Dere zur Zeit heimsuchen! Auch wenn ich jederzeit sage: Mein Leben für Borbarads unwiderruflichen Tod!
Die Essensglocke ruft, Schiffszwieback und Fisch, das zumindest wird meinen Tod nicht hervorrufen, wie ich hoffe.
Mit grüblerischen Grüßen,
Sheydan Saimansuni,
Adepta Major

Wednesday, November 14, 2007

Sheydans 5. Brief

Adeptus Minor Wilfried Appelköm, Bannakademie zu Fasar

Gelehrter Herr!
Anbei eine weitere Abschrift meiner Forschungsarbeiten. Wenn ich mir die Informationen so betrachte, ist es nicht unwahrscheinlich, dass unser zuletzt erlegter Vampir ein Werwolf war. Zumindest die schlechte Heilung unserer Wunden bestätigt diese Beobachtung.
Unser Apothekarius ist zwar der festen Überzeugung, dass seine magischen Heilkräfte uns zur Heilung verhelfen können, aber ich habe ihn davon abgehalten, Kräfte zu verschwenden, da wir uns durchaus bei Kräften fühlen.
Nun bin ich durch meine Nachforschungen aber nachdenklich geworden, zwar heißt es, nur der Biss eines Werwolfes würde dazu führen, dass das Opfer auch ein Lykantroph würde, und wir sind ja nur gekratzt worden, dennoch habe ich leise Bedenken, dass das nächste volle Madamal in uns ungewollte Kräfte hervorruft. Möglicherweise bin ich durch das Auge für solch dunkle Magie auch anfälliger als Andere. Wir müssen dringend Praiosamulette und Alraunenpulver besorgen, aber es ist Winter, da geben die Kräuterfrauen ihre Vorräte ungern heraus, insbesondere in Weiden! Ein solch abergläubisches Volk begegnete mir wahrlich noch nie!
Weiterhin hat Rautried offenbar den Siegelring des Herzogs Waldemar verloren, er ist nicht von der Überzeugung abzubringen, Sturmhart hätte diesen Ring erhalten, doch wissen wir alle, die wir anwesend waren, dass Rautried diesen Ring erhalten hat.
Wir sind wieder bei Mutter Linai im Travia-Tempel untergekommen, eine überaus faszinierende und gewöhnlich gut unterrichtete Frau! Gern wären wir in den Nordstern gegangen zum Feiern, doch ist hier alles nicht mehr, wie es noch vor kurzem war. Die Atmosphäre des Nordsterns soll sich stark verschlechtert haben, dafür gehen die Ortsansässigen nun in den Silbertaler, aber auch dort soll es unvergnüglich sein. Während ich diese Zeilen an Euch schreibe, sind meine Gefährten dort, um zu untersuchen, warum es zu einer solchen Änderung der Vergnügungsatmosphäre gekommen sein kann.
Nun werde ich noch ein wenig die Gesellschaft Mutter Linais genießen, bis die Gefährten zurückkommen und wir gegenseitig die Ergebnisse unserer Nachforschungen darlegen. Falls die Herren denn überhaupt mit Ergebnissen kommen und nicht gerade die Taschen an den Spieltischen entleeren.
In Kürze mehr über die Merkwürdigkeiten der Verschwundenen in dieser Gegend!
Sheydan Saimansuni
Adepta Minor dBAzF

Saturday, November 10, 2007

Sheydans 4. Brief

Gelehrter Herr Wilfried Appelköm, Adeptus Minor!
Meine Glückwünsche zur erlangten Würde! Wenn ich das nächste Mal in Fasar weile, werden wir diesen Umstand gebührend feiern!
Ihr fragt nach dem zweiten Stabzauber für meinen dritten Stabzauber... ein dunkles Kapitel in der Geschichte meines Werdegangs. Offenbar bin ich ohne den Halt der Akadamie nicht in der Lage, einen anständigen Stabzauber zu produzieren. Es ist erbärmlich. Ich schäme mich in Grund und Boden, jedes Mal endet der Versuch, ein Flammenschwert zu erlangen, in der Zerstörung. Und nun habe ich noch nicht einmal mehr das Licht in der Dunkelheit. Doch ist dafür auch keine Zeit.
Der Weidener Winter zehrt an den Kräften. Das einzig Gute ist, dass niemand sich wundert, dass permanent ein Tuch mein halbes Gesicht verdeckt. Im Sommer ist es jedenfalls schwieriger, meine neue Mode glaubhaft zu tragen, aber Ihr habt ja selbst gesehen, wie furchterregend dies Rubinauge ist. Und furchterregend nicht nur für andere, fürwahr, auch ich selbst werde mich wohl nie daran gewöhnen können, nicht mehr wie eine normale Frau auszusehen. Selbst Rautried hält immer noch einen kleinen Abstand, auch wenn wir uns durchaus wieder angenähert haben, spüre ich doch immer wieder, wie er zurückschreckt, wenn ich abends meine Kopfbedeckung zur Seite lege.
Dafür sah ich gestern etwas, was ich zuvor noch nie wahrgenommen hatte: Ein breites magisches Band über der Stadt Baliho, in Ost-West-Lage, von einer Größe und Macht, wie es unvorstellbar ist. Es nahm mir mein ganzes Denken für den Moment, und nur der Geistesgegenwart meiner Gefährten ist es zu verdanken, dass ich nicht den ganzen Ort verschreckt habe, mit meinem Verhalten und meinem desaströsen Auge. Ach dahin mein Traum, jemals einen respektablen Magus zu finden, der mich ehelicht und mit dem ich kleine magisch begabte Nachkommen haben kann.) Wobei ohnehin fraglich ist, ob ich nach dem rapiden Altersverfall noch fruchtbar sein kann. Also verschreibe ich mein Schicksal dem Kampf gegen IHN, der mich berührte und verseuchte, wie gegen alles Schwarze und gegen die mentale Dunkelheit per se. Wahrlich, ich klinge fast schon wie ein Inquisitor der Praioskirche.
Ihr fragt nach Djamila, nun, nur die Zwölfe wissen, wo sie abgeblieben sein mag, wir wissen es jedenfalls nicht. Dafür ist Dirian Dunkelstein, ein Apothekarius, nun ein stetes Mitglied unserer Truppe. Im Vertrauen gesagt, er ist ein Halbelf, auch wenn es nicht gleich sichtbar ist, so ist sein Denken und Trachten oft nicht nachvollziehbar.
Weiden mit seiner Kälte und seinen abergläubischen Bräuchen ist jedenfalls nicht das Land meiner Wahl, wenn Ihr versteht was ich meine. Auch wenn Sturmhart und Edorian von hier stammen, werde ich mit dem Volk doch nicht warm. Erwähnte ich schon, dass Edorian mittlerweile geradezu erträglich und gelegentlich sogar umgänglich ist? Auch wenn er es immer noch am gebührenden Respekt meinem Stand gegenüber fehlen lässt. Aber er scheint zumindest Rautried zu vertrauen, und dieser ist, wie Ihr wisst, was Intelligenz und Integrität angeht, über jeden Zweifel erhaben.
Das, was wir verfolgen scheint merkwürdig. Habt Ihr je von Vampiren gehört? Ich füge eine Abschrift meiner Notizen bei, ich bitte, diese auch der Magischen Bibliothek der Akademie zukommen zu lassen. Nachträge werde ich sicher machen, diese aber bei meinem nächsten Besuch, so ich ihn denn erlebe, der Akademie zukommen lassen. Aber zunächst ist dies alles, was ich an Wissen und Beobachtugen aufbringen konnte. Nie zuvor habe ich so kreativ und inbrünstig gebetet, während ich einem solchen Wesen nur meinen Stab um die Ohren schlagen konnte. Aber scheinen die Gebete mehr Wirkung gehabt zu haben als die Schläge des Stabes.
Nun, die Nacht schreitet voran und Rautried knurrt mich an, weil ich die Kerze löschen soll.
Ich hoffe inbrünstig auf ein Wiedersehen, allein weil dies bedeutet, dass ich diese Mission überlebt habe.
Eure Schwester im Geiste
Sheydan Saimansuni
Adepta Minor dBAzF

Tuesday, February 21, 2006

Sheydans Dritter Brief

Dritter Brief der Adepta Minor Sheydan Saimansuni – auf Reisen mit Halt in der Dracheneiakademie zu Kunchum - an ihren Brieffreund Wilfried Appelköm, zur Zeit Bannakademie zu Fasar.

Werter Brieffreund! Ich bin wieder wohlauf, so wohl es nur irgend sein kann. Edorian wieder gesund, auch wenn ich ihn wahrlich nie! niemals nicht! auf überhaupt gar keinen Fall! wiedersehen will! Ich bat ihn, mich und ein Artefakt, an dessen Erforschung ich in erlauchten Kreisen mitwirken darf, zu begleiten, aber nicht nur, dass er rundheraus ausschlug, er beleidigte mich noch auf Widerwärtigste, in dem er vorgab, keinerlei freundliche Gefühle für mich zu hegen. Alles, was wir zusammen durchlebt haben, alles, was ich für ihn getan habe, gilt ihm nicht den Dreck unter seinem Fingernagel! Eine überdurchschnittliche Bezahlung, die mich schwerste Rechtfertigungen gegenüber unserer Spesenkasse gekostet hätte, trat er in den Dreck! Und ich wähnte, in ihm einen Freund gefunden zu haben - Ihr Zwölfe, wie konntet Ihr mich nur so irren lassen! Nun, zum Glück hat Sturmhart sich an seine ritterlichen Pflichten erinnert und den Schutz und die Reisebegleitung übernommen. Nicht der schlechteste Gesellschafter, aber er ist einfach manchmal noch so jung! Dennoch hat er das eine oder andere Mal seine arrogante Haltung fallen lassen, was ihn gelegentlich dann doch ein wenig sympathischer erscheinen lässt.
Aber wie dem auch sei, ich bin mehr als glücklich, Al Anfa den Rücken kehren zu können. Ihr könnt Euch die Dekadenz und Verkommenheit der dortigen Einwohner nicht im Traume vorstellen! Sie gingen sogar so weit, uns zu einem Maskenball einzuladen und dort regelrecht vorzuführen! Ich konnte mich gerade noch zurückhalten - unsere Männer natürlich nicht, wie Ihr Euch vorstellen könnt! - und hatte wenigstens ein paar interessante Gespräche, von denen das interessanteste dann leider doch nicht so endete, wie ich es mir gewünscht hätte... und ich demzufolge die Nacht allein verbrachte. In dieser Beziehung habe ich wahrlich großes Pech.
Rautried hat - verwerflich, verwerflich! - zwei Wochen in einer Arena verbracht und dort als Gladiator gekämpft. Er hat sich zwar wacker geschlagen, aber Verständnis kann ich dafür beim besten Willen nicht aufbringen. Nun scheint er mit Kor zu liebäugeln. Na, wems gefällt.
Übers Jahr treffen wir uns alle in Kunchum wieder, zum Gauklerfest. Keine Ahnung, was Djamila so treibt. Hoffentlich verfeinert sie ihre Flugkünste ein wenig. Ich weiß nur, dass ich mich hier den Forschungen widmen werde, wie es einer Dame meines Standes geziemt. Tja, und zwangsläufig keusch bleiben. So viel Gelegenheiten hat man ja nicht an der Akademie, sind doch Forschungen und Studien sehr anstrengend und ich bin froh, abends die Kerze löschen zu können. Sicher werde ich zu einer passenden Gelegenheit Euch in Fasar persönlich meine Aufwartung machen können. Mein Meister ließ mit seiner letzten Taube durchblicken, dass er gern mal wieder seine Schülerin in persona begrüßen würde. Ich habe dem nichts zu entgegnen, Recht hat er. Wie gehen Eure Studien voran? Habt Ihr Euren Fulmininctus verbessern können? Und hat man Euch endlich das Erlernen des Bannbaladins genehmigt? Nun, Ihr wärt der Erste, aber eine Person mit Eurer Integrität, das sollte nicht unmöglich sein. Vielen Dank für die Übersendung des hübschen Amuletts, das Eure Nichte gefertigt hat. Ist sie nicht schon 5 Jahre alt? Leider habe ich von dem Metall einen furchtbaren Ausschlag bekommen. Sie sollte noch nicht mit Magie herumexperimentieren. Aber auf jeden Fall scheint sie über großes Talent zu verfügen.
Für heute verbleibe ich einstweilen
Eure Sheydan Saimansuni
Adeta minor dBAzF
zur Zeit in Kunchum an der Dracheneiakademie
Forschungsabteilung

Saturday, November 19, 2005

Sheydans zweiter Brief

Zweiter Brief der Adepta Minor Sheydan Saimansuni – auf Reisen mit Halt im Sündenpfuhl Al'Anfa - an ihren Brieffreund Wilfried Appelköm, zur Zeit Bannakademie zu Fasar.Anmerkung: Das Blatt ist mit verwischten braunen Flecken verunziert und die Tinte an einigen Stellen verwischt, als wären Tropfen darauf gefallen... (Blut und Tränen).

Der Brief wurde von einem Mitglied der Hand Borons weitergeleitet. Wilfried macht sich natürlich schwerste Sorgen, aber da der Brief mehrere Wochen zurück datiert ist, sieht er, dass ohnehin alle Hilfe zu spät kommt...


Wertester Brieffreund,

es ist unfassbar, was mir und meinen Freunden geschehen ist. Ich nutze eine Verschnaufpause für mein Schreiben, da ich nicht weiß, was uns noch begegnen wird und ob ich den heutigen Tag überlebe. Möge – wer auch immer diese Zeilen findet – sie an Euch weiterleiten.

Derzeit bin ich sehr geschwächt und leide unter fürchterlichen Kopfschmerzen, meine linke Hand unterliegt einem Dauerzittern, dass ich nicht kontrollieren kann. Doch lasst mich von vorn beginnen. Wir starteten unseren zweiten Versuch, ein Labyrinth durch eine Ruine zu betreten. Diesmal waren wir vorbereitet, dachten wir. Doch sind die Wege der Zwölfe unergründlich, und derzeit scheint mir Hesinde nicht sonderlich gewogen...

Während der Planung kam es wieder einmal zu Streitigkeiten sowohl mit Edorian, der über die Fähigkeiten unserer Gefährtin Djamila nicht im Bilde ist – was auch besser so bleiben sollte! - und somit natürlich ihre magischen Handlungen nicht nachvollziehen kann. Sie versperrte die Gasse, in der die 11 Diebe die Nacht zuvor unsere Tat vereitelten. Ein Ortsansässiger mit Kenntnissen über das Labyrinth sollte das Türschloss öffnen, und als wir nach heftigen Kämpfen mit 6 Gegner, die uns extrem schwächten, alle eingetreten waren, wollte ich die Tür mit einem Objectum fix belegen. Doch ach, die magischen Kräfte sind mir untreu geworden, vielleicht war ich auch schon zu geschwächt... Nun, wie dem auch sei, ich patzte gleich zweifach, und stellt Euch vor!!! Die Tür zerbarst unter meiner Hand, explodierte, und die Splitter flogen in alle Himmelsrichtungen und verletzten meine Freunde. Ich erlitt einen schweren Schock, wie Ihr Euch vorstellen könnt. Edorian, mein unerwidert geliebter Begleiter durch die Berge, liegt am Boden, ohnmächtig, die Lache von Blut vergrößert sich, während ich noch hinsehe, doch kann ich ihm nicht helfen, da ich noch nicht einmal mir selbst helfen kann. Ich habe kaum noch Mana, wir alle bluten, mein Kopf droht zu bersten, kaum bin ich noch bei Besinnung... Rautried, Sturmhart, Djamila, sie alle schwer verletzt, und durch meine Schuld, meine Schuld! Was, wenn Edorian -

Mir schwindet das Bewussts (hier bricht der Brief mit einem langen auslaufenden Strich ab)

Sunday, November 13, 2005

Neues Lied

Wen es interessiert: ich hab "Das Spiel" von Annette Louisan für Pen&Paper Rollenspieler umgeschrieben. Hier isses:

das rollenspiel

daß du nicht mehr bist
was du einmal warst
seit sie sich für dich
ausgezogen hat

daß du alles schmeißt
wegen einer Nacht
und uns gleich verlässt
war so nicht gedacht

du spielst nicht mehr mit
bist nicht mehr dabei
dabei sagtest du
spielen macht dich frei

bleibst bei deinem schatz
leer bleibt jetzt dein platz
auf den Spieler Stühlen

wir wolln doch nur spielen
wir tun doch nichts

daß du wegen ihr
uns alle verläßt
unser meister ist
jetzt total vergrätzt

daß es immer mal
jemand andren gibt
der genau wie wir
rollenspiele liebt

du wirst ausgetauscht
weil du’s mit ihr tust
daß ein neuer kommt
hast du nicht gewußt

es war nie geplant
daß du dich jetzt fühlst
wie einer von vielen

wir wolln doch nur spielen
wir tun doch nichts

daß du nicht mehr schläfst
weil es dich erregt
dass ein andrer jetzt
die Figurn bewegt


daß du fast verbrennst
wenn in deiner Hand
du die würfel spürst
hast Du nicht geahnt

dann komm doch zurück
und steig wieder ein
irgendwie kriegt Dich
unser Meister rein

laß mal lieber sein
mit so einer Frau
und mit den Gefühlen

wir woll doch nur spielen
wir tun doch nichts

Thursday, November 10, 2005

Die Reisen der Adepta Minor Sheydan Saimansuni

Sheydan Saimansuni ist eine Magierin der Bannakademie zu Fazar (Graumagier), die sich derzeit in Al'Anfa in Begleitung der Söldner Rautried und Edorian, der Hexe Damila und dem Adeligen Ritter Sturmhart von Tannenstein auf einer Queste zur Rückerlangung eines Artefaktes der Boron-Kirche befindet.
In ihrer Heimatakademie hat Sheydan einen Vertrauten, dem sie gelegentlich in Briefen von ihren Abenteuern berichtet.

Hier ihr letzter Brief:

Brief der Gelehrten Dame Sheydan Saimansuni, zur Zeit auf Reisen mit Halt im Sündenpfuhl Al’Anfa an ihren Brieffreund Wilfried Appelköm, zur Zeit Studiosus an der Bannakademie zu Fasar
Verehrtester Brieffreund,
wie ich versprach, will ich Euch über den Lauf der Dinge auf meinen Reisen auf dem Laufenden halten. Es gestaltet sich zur Zeit schwierig, der erste Versuch, unseren Auftrag – über den ich leider nach wie vor Stillschweigen bewahren muss – scheiterte am Entgegenkommen von 11 Dieben. Aber auch die zwischenmenschlichen Bande gestalten sich als schwierig. So denke ich, dass unser neuer Gefährte Edorian sich mit einem unerquicklichen Geheimnis trägt, dies aber nicht mitteilen mag, so dass ich ihm leider nicht mit meinen heilkundlichen Kräften behilflich sein kann. Auch geht er sehr oft eigene Wege und fügt sich schlecht in die Gesellschaft, das Bewahren von Geheimnissen scheint ihm ein zu großes Vergnügen, was die Zusammenarbeit sehr erschwert. Ach, diese Söldner! Was für ein Pack! Und nicht gesund für mein Seelenleben, das sage ich Euch! Dieser hässliche muskelbepackte kleine Kerl bringt mich um den Nachtschlaf, weil ich mir nichts sehnlicher wünsche, als selbigen mit ihm zu teilen. Mit so einem – mir fehlen die Worte! Ich fühle mich zurückgewiesen und wertlos, so wie damals, Ihr wisst schon... Und Ihr seid nicht da, mich zu trösten und zu unterstützen. Meine Studien leiden natürlich sehr unter all diesen Herausforderungen des Abenteurerlebens! Wie ich jemals die Kugel unzerbrechlich machen und an meinem Stab befestigen soll, ist ungewiss, wie auch der 2. Stabzauber...
Ach, wie sehr ich mich gelegentlich zu meinen ruhigen Studienzeiten zurücksehne, insbesondere, wenn dieser Möchtegern-Ritter wieder seinen Adelsschmonz von sich gibt. Genießet Eure Zeit in der Akademie! Wie gern harrte ich an Eurer Seite und wäre eine Magistra, die andere ausschickt um Artefakte zu erlangen!
Auch der sympathische Rautried scheint mit merkwürdigen Ambitionen schwanger zu gehen, dies ist aber mehr ein Gefühl, nur ist er sehr in sich gekehrt und in Gedanken.
Nun, lieber Freund, werde ich vorerst aber weiter mit diesem chaotischen Haufen durch die Lande ziehen und merkwürdige Questen bestehen – oder auch nicht.
Auf bald!
Eure
Sheydan Saimansuni
Adepta minor
dBAzF