Sheydans Dritter Brief
Dritter Brief der Adepta Minor Sheydan Saimansuni – auf Reisen mit Halt in der Dracheneiakademie zu Kunchum - an ihren Brieffreund Wilfried Appelköm, zur Zeit Bannakademie zu Fasar.
Werter Brieffreund! Ich bin wieder wohlauf, so wohl es nur irgend sein kann. Edorian wieder gesund, auch wenn ich ihn wahrlich nie! niemals nicht! auf überhaupt gar keinen Fall! wiedersehen will! Ich bat ihn, mich und ein Artefakt, an dessen Erforschung ich in erlauchten Kreisen mitwirken darf, zu begleiten, aber nicht nur, dass er rundheraus ausschlug, er beleidigte mich noch auf Widerwärtigste, in dem er vorgab, keinerlei freundliche Gefühle für mich zu hegen. Alles, was wir zusammen durchlebt haben, alles, was ich für ihn getan habe, gilt ihm nicht den Dreck unter seinem Fingernagel! Eine überdurchschnittliche Bezahlung, die mich schwerste Rechtfertigungen gegenüber unserer Spesenkasse gekostet hätte, trat er in den Dreck! Und ich wähnte, in ihm einen Freund gefunden zu haben - Ihr Zwölfe, wie konntet Ihr mich nur so irren lassen! Nun, zum Glück hat Sturmhart sich an seine ritterlichen Pflichten erinnert und den Schutz und die Reisebegleitung übernommen. Nicht der schlechteste Gesellschafter, aber er ist einfach manchmal noch so jung! Dennoch hat er das eine oder andere Mal seine arrogante Haltung fallen lassen, was ihn gelegentlich dann doch ein wenig sympathischer erscheinen lässt.
Aber wie dem auch sei, ich bin mehr als glücklich, Al Anfa den Rücken kehren zu können. Ihr könnt Euch die Dekadenz und Verkommenheit der dortigen Einwohner nicht im Traume vorstellen! Sie gingen sogar so weit, uns zu einem Maskenball einzuladen und dort regelrecht vorzuführen! Ich konnte mich gerade noch zurückhalten - unsere Männer natürlich nicht, wie Ihr Euch vorstellen könnt! - und hatte wenigstens ein paar interessante Gespräche, von denen das interessanteste dann leider doch nicht so endete, wie ich es mir gewünscht hätte... und ich demzufolge die Nacht allein verbrachte. In dieser Beziehung habe ich wahrlich großes Pech.
Rautried hat - verwerflich, verwerflich! - zwei Wochen in einer Arena verbracht und dort als Gladiator gekämpft. Er hat sich zwar wacker geschlagen, aber Verständnis kann ich dafür beim besten Willen nicht aufbringen. Nun scheint er mit Kor zu liebäugeln. Na, wems gefällt.
Übers Jahr treffen wir uns alle in Kunchum wieder, zum Gauklerfest. Keine Ahnung, was Djamila so treibt. Hoffentlich verfeinert sie ihre Flugkünste ein wenig. Ich weiß nur, dass ich mich hier den Forschungen widmen werde, wie es einer Dame meines Standes geziemt. Tja, und zwangsläufig keusch bleiben. So viel Gelegenheiten hat man ja nicht an der Akademie, sind doch Forschungen und Studien sehr anstrengend und ich bin froh, abends die Kerze löschen zu können. Sicher werde ich zu einer passenden Gelegenheit Euch in Fasar persönlich meine Aufwartung machen können. Mein Meister ließ mit seiner letzten Taube durchblicken, dass er gern mal wieder seine Schülerin in persona begrüßen würde. Ich habe dem nichts zu entgegnen, Recht hat er. Wie gehen Eure Studien voran? Habt Ihr Euren Fulmininctus verbessern können? Und hat man Euch endlich das Erlernen des Bannbaladins genehmigt? Nun, Ihr wärt der Erste, aber eine Person mit Eurer Integrität, das sollte nicht unmöglich sein. Vielen Dank für die Übersendung des hübschen Amuletts, das Eure Nichte gefertigt hat. Ist sie nicht schon 5 Jahre alt? Leider habe ich von dem Metall einen furchtbaren Ausschlag bekommen. Sie sollte noch nicht mit Magie herumexperimentieren. Aber auf jeden Fall scheint sie über großes Talent zu verfügen.
Für heute verbleibe ich einstweilen
Eure Sheydan Saimansuni
Adeta minor dBAzF
zur Zeit in Kunchum an der Dracheneiakademie
Forschungsabteilung
Werter Brieffreund! Ich bin wieder wohlauf, so wohl es nur irgend sein kann. Edorian wieder gesund, auch wenn ich ihn wahrlich nie! niemals nicht! auf überhaupt gar keinen Fall! wiedersehen will! Ich bat ihn, mich und ein Artefakt, an dessen Erforschung ich in erlauchten Kreisen mitwirken darf, zu begleiten, aber nicht nur, dass er rundheraus ausschlug, er beleidigte mich noch auf Widerwärtigste, in dem er vorgab, keinerlei freundliche Gefühle für mich zu hegen. Alles, was wir zusammen durchlebt haben, alles, was ich für ihn getan habe, gilt ihm nicht den Dreck unter seinem Fingernagel! Eine überdurchschnittliche Bezahlung, die mich schwerste Rechtfertigungen gegenüber unserer Spesenkasse gekostet hätte, trat er in den Dreck! Und ich wähnte, in ihm einen Freund gefunden zu haben - Ihr Zwölfe, wie konntet Ihr mich nur so irren lassen! Nun, zum Glück hat Sturmhart sich an seine ritterlichen Pflichten erinnert und den Schutz und die Reisebegleitung übernommen. Nicht der schlechteste Gesellschafter, aber er ist einfach manchmal noch so jung! Dennoch hat er das eine oder andere Mal seine arrogante Haltung fallen lassen, was ihn gelegentlich dann doch ein wenig sympathischer erscheinen lässt.
Aber wie dem auch sei, ich bin mehr als glücklich, Al Anfa den Rücken kehren zu können. Ihr könnt Euch die Dekadenz und Verkommenheit der dortigen Einwohner nicht im Traume vorstellen! Sie gingen sogar so weit, uns zu einem Maskenball einzuladen und dort regelrecht vorzuführen! Ich konnte mich gerade noch zurückhalten - unsere Männer natürlich nicht, wie Ihr Euch vorstellen könnt! - und hatte wenigstens ein paar interessante Gespräche, von denen das interessanteste dann leider doch nicht so endete, wie ich es mir gewünscht hätte... und ich demzufolge die Nacht allein verbrachte. In dieser Beziehung habe ich wahrlich großes Pech.
Rautried hat - verwerflich, verwerflich! - zwei Wochen in einer Arena verbracht und dort als Gladiator gekämpft. Er hat sich zwar wacker geschlagen, aber Verständnis kann ich dafür beim besten Willen nicht aufbringen. Nun scheint er mit Kor zu liebäugeln. Na, wems gefällt.
Übers Jahr treffen wir uns alle in Kunchum wieder, zum Gauklerfest. Keine Ahnung, was Djamila so treibt. Hoffentlich verfeinert sie ihre Flugkünste ein wenig. Ich weiß nur, dass ich mich hier den Forschungen widmen werde, wie es einer Dame meines Standes geziemt. Tja, und zwangsläufig keusch bleiben. So viel Gelegenheiten hat man ja nicht an der Akademie, sind doch Forschungen und Studien sehr anstrengend und ich bin froh, abends die Kerze löschen zu können. Sicher werde ich zu einer passenden Gelegenheit Euch in Fasar persönlich meine Aufwartung machen können. Mein Meister ließ mit seiner letzten Taube durchblicken, dass er gern mal wieder seine Schülerin in persona begrüßen würde. Ich habe dem nichts zu entgegnen, Recht hat er. Wie gehen Eure Studien voran? Habt Ihr Euren Fulmininctus verbessern können? Und hat man Euch endlich das Erlernen des Bannbaladins genehmigt? Nun, Ihr wärt der Erste, aber eine Person mit Eurer Integrität, das sollte nicht unmöglich sein. Vielen Dank für die Übersendung des hübschen Amuletts, das Eure Nichte gefertigt hat. Ist sie nicht schon 5 Jahre alt? Leider habe ich von dem Metall einen furchtbaren Ausschlag bekommen. Sie sollte noch nicht mit Magie herumexperimentieren. Aber auf jeden Fall scheint sie über großes Talent zu verfügen.
Für heute verbleibe ich einstweilen
Eure Sheydan Saimansuni
Adeta minor dBAzF
zur Zeit in Kunchum an der Dracheneiakademie
Forschungsabteilung


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